Pollen, Staub, Laub und Vogelkot können sich auf den Modulen Ihrer PV-Anlage ansammeln.

Regen entfernt leichte Ablagerungen oft teilweise. Bei hartnäckigem Schmutz reicht die natürliche Reinigung jedoch nicht immer aus.

Eine starke oder ungleichmäßige Verschmutzung kann den Solarertrag mindern. Einzelne Bereiche der Anlage werden dadurch belastet.

Sie sollten daher regelmäßig prüfen, ob eine Reinigung sinnvoll ist. Achten Sie bei der Pflege auf sichere Methoden sowie den Schutz der Module.

Ablagerungen auf PV-Modulen und ihre Folgen

An stark befahrenen Straßen, Bahnlinien, Baustellen oder unter großen Bäumen sammeln sich Staub, Ruß, Pollen und Laub leichter auf Ihren Modulen.

  • Teilverschattung: Beläge mindern den Lichteinfall einzelner Zellbereiche.
  • Biologischer Bewuchs: Moos und Flechten an Rahmen oder Kanten können Feuchtigkeit zurückhalten.
  • Ertrag: Bei deutlich sichtbaren Rückständen kann eine Reinigung sinnvoll sein.

Wann Sie Solarmodule säubern sollten

Eine Reinigung kommt infrage, wenn Sie anhaltende Ablagerungen oder sinkende Erträge im Monitoring feststellen.

Regen entfernt lockeren Staub oft selbst, besonders bei ausreichend geneigten Modulen.

Achten Sie vor allem auf:

  • Vogelkot, der länger haften bleibt
  • starke Pollen-, Staub- oder Rußablagerungen
  • Moos und Flechten an Kanten oder Rahmen
  • Standorte nahe Straßen, Baustellen oder Bahnlinien

Reinigen Sie nicht nach einem festen Jahresrhythmus. Warten Sie auf sichtbaren Bedarf und die Messwerte Ihrer Anlage.

Wie oft sollte eine Solaranlage gereinigt werden?

Sie müssen eine Solaranlage nicht nach einem starren Kalender reinigen.

Bei einem üblichen Schrägdach in sauberer Umgebung genügt meist eine jährliche Sichtprüfung.

Eine Reinigung wird erst bei erkennbaren Ablagerungen oder auffälligen Mindererträgen nötig.

Kontrollieren Sie die Module häufiger unter diesen Bedingungen:

  • Dachneigung unter 15 Grad oder Flachdach: Schmutz bleibt eher liegen.
  • Viele Bäume, Pollen, Staub, Landwirtschaft oder Verkehr: Die Belastung steigt.
  • Lange Trockenzeiten sowie Vogelkot oder Laub: Einzelne Module können stärker verschmutzen.

Bei wenig belasteten, ausreichend geneigten Anlagen entfernt Regen meist lose Partikel.

Vergleichen Sie Ertragswerte und beauftragen Sie bei schwer zugänglichen Modulen bei Bedarf einen Fachbetrieb.

PV-Module selbst säubern: nur unter sicheren Bedingungen

Sie können bodennahe und gut erreichbare Module selbst reinigen, wenn der Hersteller dies erlaubt.

Verwenden Sie weiches, kalkarmes Wasser sowie einen weichen Schwamm oder eine Bürste ohne scheuernde Borsten.

  • Nicht verwenden: Hochdruckreiniger, aggressive Mittel oder harte Werkzeuge
  • Dachanlagen: Verzichten Sie ohne geeignete Absturzsicherung auf die Reinigung.
  • Bei Unsicherheit: Beauftragen Sie einen Fachbetrieb mit passender Ausrüstung.

So reinigt ein Fachbetrieb Ihre PV-Module

Fachbetriebe prüfen zuerst den Verschmutzungsgrad und wählen passende, modulschonende Geräte.

Sie entfernen Ablagerungen mit:

  • wasserführenden Teleskopstangen
  • weichen Bürstensystemen
  • entmineralisiertem Wasser gegen Kalkrückstände

Dabei säubern sie auch Rahmen und Kanten, ohne die Moduloberfläche unnötig zu belasten.

Fachbetrieb für die PV-Reinigung auswählen

Prüfen Sie PV-Erfahrung, passende schonende Verfahren und die Vorgaben des Modulherstellers.

Lassen Sie sich Preise und Leistungen schriftlich aufschlüsseln.

  • ausreichende Betriebshaftpflicht
  • keine aggressiven Mittel oder Hochdruck
  • sichere Arbeit am Dach

Regelmäßig prüfen statt pauschal reinigen

Sie müssen Ihre PV-Module nicht nach festem Zeitplan reinigen.

Prüfen Sie sie jedoch regelmäßig auf Staubschichten, Vogelkot, Moos oder andere feste Ablagerungen.

Prüfkriterium Sinnvolle Maßnahme
Deutliche Verschmutzung Fachbetrieb beauftragen
Unauffällige Module Ertragsdaten weiter beobachten

Standort und Modulneigung beeinflussen, wie stark sich Schmutz festsetzt.

Frühes Erkennen hilft Ihnen, unnötige Belastungen der Anlage zu vermeiden.