Ein Flachdach bietet häufig sehr gute Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage. Anders als bei einem klassischen Satteldach sind die Solarmodule nicht an eine vorhandene Dachneigung und Ausrichtung gebunden. Dadurch lässt sich die Anlage gezielt so planen, dass Dachfläche und Sonneneinstrahlung möglichst effizient genutzt werden.
Entscheidend sind dabei vor allem die passende Aufständerung, die Ausrichtung der Module und eine sorgfältige Planung unter Berücksichtigung von Statik, Verschattung und Windlast.
Wie werden Solarmodule auf einem Flachdach montiert?
Da Flachdächer kaum Neigung besitzen, werden die Solarmodule in der Regel mithilfe spezieller Montagesysteme aufgeständert. Dadurch erhalten sie einen geeigneten Neigungswinkel zur Sonne.
Häufig kommen flache Aufständerungen zum Einsatz. Sie reduzieren die Windangriffsfläche und ermöglichen gleichzeitig eine gute Nutzung der vorhandenen Dachfläche. Je nach Gebäude und Montagesystem kann die Anlage mit Ballast beschwert oder konstruktiv am Dach befestigt werden.
Wichtig ist, dass dabei die Dachabdichtung geschützt bleibt und die zusätzliche Belastung zur Statik des Gebäudes passt. Auch Entwässerungswege, Dachabläufe und notwendige Wartungsflächen sollten frei bleiben.
Süd oder Ost-West: Welche Ausrichtung ist besser?
Auf Flachdächern lässt sich die Ausrichtung der Photovoltaikanlage wesentlich flexibler bestimmen als auf geneigten Dächern.
Eine Südausrichtung bietet gute Voraussetzungen für einen hohen Solarertrag, insbesondere rund um die Mittagszeit. Zwischen den Modulreihen muss jedoch ausreichend Abstand eingeplant werden, damit sich die aufgeständerten Module nicht gegenseitig verschatten.
Eine Ost-West-Ausrichtung ermöglicht häufig eine dichtere Belegung der Dachfläche. Gleichzeitig verteilt sich die Stromproduktion stärker über den Tag: Die Ostseite liefert verstärkt am Vormittag Energie, die Westseite am Nachmittag und frühen Abend.
Welche Variante sinnvoller ist, hängt deshalb nicht nur vom maximal möglichen Jahresertrag ab. Auch Dachgröße, Stromverbrauch und typische Verbrauchszeiten spielen eine wichtige Rolle.
Wie hoch ist der Ertrag einer PV-Anlage auf dem Flachdach?
Auch eine Photovoltaikanlage auf einem Flachdach kann sehr gute Erträge erzielen. Entscheidend ist eine Planung, die optimal auf das jeweilige Gebäude abgestimmt ist.
Einfluss auf den tatsächlichen Solarertrag haben unter anderem:
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Ausrichtung und Neigungswinkel der Module
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verfügbare Dachfläche
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Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Dachaufbauten
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Anzahl und Leistung der Solarmodule
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Standort und Sonneneinstrahlung
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technische Auslegung der gesamten PV-Anlage
Bei größeren Flachdächern kann insbesondere eine Ost-West-Belegung interessant sein, da sich damit oftmals mehr Module auf der vorhandenen Fläche unterbringen lassen. Ein etwas geringerer Ertrag pro Modul kann dadurch teilweise durch eine höhere installierte Gesamtleistung ausgeglichen werden.
Verschattung und Dachaufbauten berücksichtigen
Schornsteine, Lüftungsanlagen, Dachfenster oder andere technische Aufbauten können einzelne Module zeitweise verschatten. Deshalb sollte bereits bei der Planung geprüft werden, welche Bereiche des Daches sich tatsächlich für Photovoltaik eignen.
Auch die gegenseitige Verschattung der Module ist relevant. Besonders bei stärker geneigten, nach Süden ausgerichteten Modulreihen müssen ausreichende Abstände eingehalten werden.
Eine professionelle Anlagenplanung betrachtet deshalb nicht nur die verfügbare Fläche, sondern das gesamte Dach und den Verlauf der Sonneneinstrahlung.
Ist jedes Flachdach für Photovoltaik geeignet?
Grundsätzlich lassen sich viele Flachdächer mit einer Photovoltaikanlage ausstatten. Vor der Installation sollten jedoch einige Voraussetzungen geprüft werden.
Besonders wichtig sind der Zustand der Dachabdichtung, die Tragfähigkeit des Daches sowie mögliche Wind- und Schneelasten. Bei älteren Gebäuden kann es sinnvoll sein, den Zustand des Daches vor der Montage genauer zu untersuchen. Eine spätere Dachsanierung wäre deutlich aufwendiger, wenn die PV-Anlage dafür zunächst demontiert werden müsste.
Gute Planung entscheidet über die Leistung
Flachdächer bieten viel Flexibilität für Photovoltaik. Durch die gezielte Wahl von Aufständerung, Modulneigung und Ausrichtung lässt sich die vorhandene Fläche effizient nutzen und an den individuellen Strombedarf anpassen.
SAVE Energy prüft bei der Planung Ihrer Photovoltaikanlage unter anderem die vorhandene Dachfläche, mögliche Verschattungen und die optimale Platzierung der Module. So entsteht eine PV-Anlage, die nicht nur möglichst viel Solarstrom erzeugt, sondern auch technisch zuverlässig und langfristig sinnvoll ausgelegt ist.
